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SHORTSPOKEN 5 Fragen an Jean-Benoit Dunckel von AIR
Ihr habt vor kurzem ein Spoken-Word-Album nach dem Skandal-Roman „City“ des italienischen Bestseller-Autors Alessandro Baricco herausgebracht. Wie kam es dazu?
Das war so eine Art Experiment, bei dem wir nicht wussten, was das Ergebnis davon sein wird, auch finanziell gesehen. Aber wir wollten das einfach einmal ausprobieren. Das ganze wurde in Paris als Theaterstück inszeniert, zu dem wir Backstage die Musik machten, während vor uns die drei Schauspieler die Texte sprachen. Das hatte so viel Energie und Atmosphäre, dass wir beschlossen, eine Platte davon zu machen. Das war wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung für uns, die sicherlich in unsere zukünftigen Arbeiten mit einfließen wird.
Wie wurde das vom Publikum aufgenommen?
(kurzes Zögern) Die Leute auf der Bühne fanden das sehr trippig. Die Texte sind allerdings manchmal sehr heftig, und so wurde im Publikum schon kontrovers diskutiert. Manche fanden das Stück schockierend, manche schrien vor Freude.
Was können wir denn von AIR in diesem Jahr sonst noch erwarten?
Wir stehen kurz davor, unser nächstes Album fertig zu stellen, das im Januar 2004 veröffentlicht werden wird. Wie wir es nennen werden, steht allerdings noch nicht fest.
Welche musikalische Richtung wird es denn einschlagen?
Es wird ein Album sein, zu dem man schnell Zugang findet. Das bisher fertige Material ist sehr gut geworden. Wir haben versucht, minimaler und gleichzeitig noch emotionaler zu werden. Es wird ganz anders klingen, als unsere bisherigen Produktionen.
Wird man euch noch irgendwo live erleben können, bevor das neue Album herauskommt?
Nein, wir werden in diesem Jahr nicht auftreten, denn wir haben noch jede Menge für das Album zu tun. Wir müssen es noch abmischen, ein Cover entwerfen, Videos produzieren, und ein Artwork hinbekommen. Das erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit, so dass wir nicht herumreisen können. Im nächsten Jahr wird es aber wieder eine große Tour zum neuen Album geben.
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