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| Air | |
| Reinhold KöhlerA Abschnitt | |
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Frankreich – ein Wintermärchen
Air verbinden Musik mit neuer Menschlichkeit
Zwei Jahre nach ihrem letzten Album „10.000 Hz. Legend“ haben sich die beiden Pariser Transzendenz-Pop-Ikonen von Air erneut in eines der ältesten Studios Frankreichs zurückgezogen, um an neuem Material zu arbeiten. Nun ist das neue Werk namens „Talkie Walkie“ fertig und wird bereits zwei Monate vor der Veröffentlichung als das emotionalste Album gehandelt, was die Band je gemacht haben soll. Ein Umstand, der durchaus Fragen aufwirft. TenDance sprach nun vorab mit JB Dunckel und Nicolas Godin über Kommunikations-Defizite, die intime Macht innerer Bilder und die Ambivalenz von Kunst und Kommerz.
Euer neues Album „Talkie Walkie“ soll das intimste und persönlichste Album sein, das ihr je gemacht habt. Worin manifestiert sich das?
Dunckel: Für dieses Album haben Nicolas und ich sehr intensiv zusammengearbeitet, ähnlich wie bei dem „Moon Safari“-Album. Aufgrund dieser Intensität im Schaffensprozess ist es eben sehr persönlich geworden.
Es ist vor allem nicht mehr ganz so deep, clean und futuristisch, wie sein Vorgänger „10.000 Hz. Legend“...
Godin: Ja, es ist sehr menschlich geworden. Das Vorgänger-Album handelte eher von einem gewissen Lifestyle und war weit weniger emotional angelegt. Es ging uns damals darum, die Rolle des Menschen in der Gesellschaft zu definieren. „Talkie Walkie“ ist hingegen sehr gefühlsbetont.
Ist „Talkie Walkie“ eigentlich nur ein Wortspiel oder steckt mehr dahinter?
Dunckel: Es ist das perfekte Resümee dessen, was wir tun.
Ihr redet und geht?
Godin: Wenn wir Musik machen ist das wie ein Spiel, dass uns vom Rest der Welt völlig isoliert. Kommunikation besteht nur zwischen uns beiden, teilweise sogar über Lautsprecher oder Kopfhörer. Daran angelehnt ist dieses Wortspiel entstanden.
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