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DETROIT´S ELECTRONIC MUSIC FESTIVAL (24.-26.MAI 2003)
Bereits zum vierten Mal fand das Detroit Electronic Music Festival Ende Mai diesen Jahres statt. Es war Carl Craig, der die Idee dazu hatte und endlich auch in der amerikanischen Technohauptstadt ein elektronisches Musikfestival anschob und realisierte. Nach einigen Machtkämpfen in der Organisation war er dieses Jahr wieder, zusammen mit Derrick May und Kevin Saunderson, der die Fäden in der Hand hielt. Die Stadt Detroit hat mitgeholfen und so waren auch in diesem Jahr wieder über eine Million geschätzte Besucher - damit ist das DEMF eines der größten Festivals der Welt - in Downtown Detroit am Hart Plaza. Wunderbar gelegen am Detroit River, mit Blick auf Windsor (Kanada) auf der anderen Seite des Flusses.
Es gibt auf dem Hart Plaza insgesamt 3 Bühnen im Freien, sowie eine Underground Stage. Der Eintritt zum Festival ist kostenlos, und so trifft sich dort eine einzigartige Mischung von Besuchern: ob schwarz oder weiss, ob jung oder alt, ob Familie oder Raver-Pärchen, ob aus Detroit oder dem Rest der Welt, die Fans pilgerten gleich am ersten Festivaltag recht früh am Nachmittag die East Jefferson Avenue runter zum Hart Plaza.
Die Höhepunkte am Samstag waren Lawrence Burden, K.Hand und Ron Trent auf der Music Institute Stage und Buzz Goree, Rolando, Kevin Saunderson und Kenny Larkin auf der Hauptbühne. Vor allen Dingen Rolando und Kevin Saundersons Heimspiele waren 1.Liga-Sets; die Masse tanzte begeistert.
Am zweiten Festival Tag war das Programm etwas experimenteller. Carl Craig performte live mit seiner Jazz Detroit Experiment Band, Victor Duplaix und Francois K. legten Funk/House auf - genauso wie Stacey Pullen. Die Underground Stage gehörte Berlin. Poles Klasse-Live-Act wurde von der Crowd frenetisch gefeiert und der sonst eher zurückhaltende Thomas Fehlmann tanzte selbst völlig ausgelassen bei seinem DJ-Einsatz. Die großartige Stimmung hatte ihn wohl angesteckt.
Entäuschend an diesem Abend allerdings war der Liveauftritt von Akufen. Er konnte irgendwie die Musik nicht so kickend rüberbringen, es klang alles sehr platt. Da hatte ich mir doch wirklich mehr versprochen nach den tollen Platten die er schon produziert hat. Am dritten und letzten Festivaltag dann gab es noch einmal ein tolles Programm, bereits am frühen Nachmittag heizte der alte Profi-Entertainer DJ Shake mit toller Musik, sowie einigen Breaks und kleinen Diskussionen mit der Crowd die Leute gehörig an. Ihm folgten auf der Music Institute Stage in klassischer Detroit-Manier Eddie Flashin Fowlkes, Juan Atkins und D Wynn. Für die Mininmalfreaks waren DJ Magda und Daniel Bell auf der Underground Stage in absoluter Spitzenform und um 22.00 Uhr der absolute Höhepunkt auf der Hauptbühne: Jeff Mills.
Es war seine erste Performance auf dem Festival. "The Wizard is back" stand in den Detroiter Tageszeitungen und dementsprechend begann sein Set auch mit den Jingles seiner früheren Radiosendung, in der er als "The Wizard" seine DJ-Karriere begann. Er packte alte Klassiker, Electro, HipHop und House/Techno gekonnt in seinen energetischen Zwei-Stunden-Mix, bezog sich damit auf die ganze Bandbreite des Detroit-Sounds und traf so die verschiedenen Vorlieben des unterschiedlichen Publikums. Weltklasse!
Natürlich gab es auch jede Menge Parties in der Stadt, und so zogen doch sehr viele Besucher auch nachts noch durch die Clubs, die ebenfalls zum Teil ein Superprogramm hatten: u.a. waren The Advent, Stewart S. Walker, Speedy J., Strand, Aril Brikha, Gary Martin, Alton Miller,John Tejada, Terrence Parker, Alan Oldham, Vladislav Delay, Gene Farris, Gary Chandler, Angel Alanis, Scan 7, James Pennington, Theo Parrish, Mike Huckaby, Todd Terry u.v.a. zu sehen und zu hören.Hoffentlich wieder im nächsten Jahr, ich bin dabei. Mad Max
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