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Seeed
Reinhold Köhler
 
5 Fragen an EASED aka Frank A. Dellé von SEEED

Euer neues Album nennt sich „Music Monks“. Was sind denn bloß „Music Monks“?

Music Monks gehören zu einer eingeschworenen Truppe, die gemeinsam einen Beat schmiedet und den dann in die Welt hinaus trägt. Genau das tun wir.

War es ein großer Schritt von den „New Dubby Conquerors“ zu den „Music Monks“?

Nein, war es nicht. Der hat sich ganz natürlich ergeben. Veränderungen plant man ja nicht, sondern sie passieren aufgrund der Erfahrungen, die man macht. Immerhin ist im letzten Jahr sehr viel passiert. Wir waren auf Tour, haben unser zweites Album aufgenommen und mussten auch persönliche Rückschläge einstecken.

Aufgrund Pierre’s schwerer Erkrankung musstet ihr ja eine Zwangspause einlegen, und das in einem Moment, in dem sich gerade der überregionale Erfolg einstellte und eine große Tournee geplant war. Wie geht man damit um – bekommt man da nicht ein Motivations-Problem?

Man ist da verschiedene emotionale Phasen durchgegangen. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass es eine sehr große Bereicherung für uns war. Für die Band, für die es bis dato eigentlich immer stetig nach oben gegangen war, gab es zum ersten mal einen Rückschlag und es war spannend, wie die Band, die Plattenfirma und das Publikum damit umgehen wird. Letztendlich haben dann alle sehr gut darauf reagiert. Die Plattenfirma hat keinerlei Druck auf uns ausgeübt, und der Zusammenhalt innerhalb der Band wurde noch größer. Alle haben sich gesagt: Wir glauben an diese Sache und lassen uns nicht gleich vom ersten Gegenwind umpusten.

Ist es nicht grundsätzlich äußerst schwierig, 11 Bandmitglieder unter einen musikalischen Hut zu bekommen?

Es ist viel einfacher, als mit dreien. Beim Arbeiten braucht man eben Disziplin, Basisdemokratie funktioniert da nicht. Außerdem sind wir alle über das Alter hinweg, wo man allen beweisen muss, wie toll man als Individuum ist. Wenn es dann trotzdem mal zu Konfrontationen kommt, hat Pierre das letzte Wort. Es muss ja weiter gehen.

Bevor der Ruhm bei euch anklopfte, habt ihr euch immer wieder durch besondere Aktionen für eure Fans ausgezeichnet, z.B. dass ihr bei der Fête de la Musique 2001 vor Tausenden umsonst gespielt habt. Wird es so etwas trotz 130.000 verkaufter Alben und ECHO-Auszeichnung weiterhin geben?

Auf jeden Fall. Im Moment haben wir zwar so viel mit dem neuen Album zu tun, dass wir für so etwas überhaupt keine Zeit haben. Wir müssen uns auch etwas um das europäische Ausland kümmern, so dass unsere Terminkalender gerade überquellen. Aber wir werden auch bald wieder kleinere und spontanere Gigs in Deutschland spielen.

 
 
 
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